Artikel vom 20.03.2011 Von: Justine Funken
Erfahrungen, Bedingungen und Aussichten in der Medienbranche!
Am 15.März fand im Mediapark Köln, der Informationstag „Medienfrauen NRW 2011“ des Grimme Instituts statt. Hier waren auch wir als Aussteller mit yougle! dabei.
Die Veranstaltung war mit über 155 Teilnehmerinnen und 5 Teilnehmern, sehr gut besucht. Besonders junge Frauen, die sich in der Berufsorientierung oder Umorientierung befinden, konnten viele hilfreiche Informationen und Anregungen mitnehmen. Gerade bekannte Gesichter, wie Bella Lesnik oder Bettina Böttinger machten die Veranstaltung, durch ihre Erfahrungen, zu einer spannenden und interessanten Angelegenheit.
Im ersten Block stellten sich erfolgreiche Frauen aus der Medienbranchen vor.
Bettina Böttinger, die wir aus der Fernsehsendung „Kölner Treff“ kennen, beschreibt ihren Medienberuf als einen sehr abwechslungsreichen Beruf. Auf die Frage, der geschlechtsspezifischen beruflichen Unterschiede, entgegnete sie, dass sie es sich nie vorstellen konnte, dass es Unterschiede gäbe. Sie habe jedoch in Laufe der Zeit gemerkt, dass viele Frauen nicht aus dem Mutterschutz zurück kamen, da ihre Stellen neu besetzt wurden.
Von Bella Lesnik erfuhren wir, dass sie gerade mit einem Freund an einem Mikro-Musical arbeitet. Sie wollte unbedingt einen Eintrag bei Wikipedia und habe daher das Mikro-Musical erfunden. Leider blieb sie uns eine Erklärung schuldig, was ein Mikro-Musical ist.
Wir haben die Chance genutzt Bella Lesnik selbst zu befragen, ihre Antworten findet ihr am Ende des Berichts.
Petra Müller, Filmstiftung NRW, erzählte, dass sie häufig ihren Beruf gewechselt habe, sie war nie festangestellt, sondern arbeitete immer selbständig. Sie denkt, dass ihr vielleicht einfach zu schnell langweilig werde.
Odile Limpach, Management Direktorin des Entwicklungsstudios Blue Byte, betonte, wie wichtig eine technische Begeisterung für ihren Beruf sei, Frau solle doch einfach offener für technische Berufe sein.
Weitere Informationen zur Veranstaltung findet ihr auf www.medienfrauen-nrw.de.
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Wir hatten als yougle! Reporter die Möglichkeit ein interessantes Interview mit Bella Lesnik, der Moderatorin von 1live, zu führen.
Direkt zu Beginn des Interviews hatte Bella uns das "Du" angeboten. Sie erzählte uns, dass sie nach dem Abitur erst einmal Grundschullehramt studiert hat. Ihr Plan war es mal Sach- und Deutschlehrerin zu werden.
Schon nach einiger Zeit merkte sie, dass früh aufstehen und morgens zur Schule gehen, gar nicht ihr Ding ist. Sie brach ihr Studium ab.
Da sie insgesamt 12. Wartesemester, also 6 Jahre hätte warten müssen, um ein Studium mit dem Schwerpunkt Medien aufzunehmen, entschied sie sich die Zeit sinnvoll zu nutzen.
Sie absolvierte mehrere Praktika im Medien- und Eventbereich. Darunter vielen auch Praktika im Radio beim WDR und HR und beim Bürgerfunk in Lüneburg. Sogar als Praktikantin durfte sie beim HR eine Morgen Radiosendung moderieren. Auf diesem Zick Zack Weg fand sie den Weg ins Radio.
Auf die Frage, ob sie mal an ihrer Berufswahl gezweifelt hat, erzählte sie uns, dass es als Journalistin schwierig ist, einfach mal den Kopf abzuschalten. Im Medienbereich müsse man aufmerksam sein und jede neue Nachricht auf dem Schirm haben und drüber bescheid wissen. Da wäre ein Job als Sachbearbeiterin schon manchmal wünschenswert, weil man in diesem Beruf auch mal pünktlich Feierabend hat, erzählte sie uns.
Aber den Wunsch eine Sachbearbeiterin zu sein hat sie selten. Sie ist sehr zufrieden mit ihrem Beruf.
Empfehlungen für junge Frauen hatte sie auch:
Wichtig sei es vielfältig zu sein, da die Medienbranche immer in Bewegung ist und sich schnell verändert.
Auch dass Praktika sehr wichtig sind für junge Berufseinsteigerinnen, sagte sie. Mit einem Praktikum kann man sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren und man lernt die Branche mal hinter den Kulissen kennen.
Ihr Beruf bestehe nicht nur aus Glamour sondern auch aus harter Arbeit.
Einen letzten Tipp fürs Bewerbungsgespräch gab sie jungen Berufseinsteigerinnen noch mit auf dem Weg: Bewerbungsunterlagen sind zwar wichtig, viel wichtiger ist, dass ihr als ihr selbst beim Bewerbungsgespräch auftretet und euch nicht verstellt.
Als Fazit der Veranstaltung können wir sagen, dass wir einen interessanten Einblick in die Berufswelt erfolgreicher Frauen aus der Medienbranchen erhalten haben.
Auch konnten wir mit unserem yougle!-Stand viele junge Frauen für unser Projekt yougle! begeistern.
und hier etwas zum hören!